GART-2000® future besitzt ein umfangreiches Trassenmodul. Die Minimalform einer Trasse ist eine Achse (Gerade, Kreis, Richtungsknick, Kilometrierungssprung, Klothoide, Blossbogen und andere Sonderformen des Übergangsbogens). Zusätzlich können Gradienten, Überhöhungs-/ Querneigungsbänder und Regelprofile mit variablen Berechnungsparametern (lotrecht/ senkrecht) zugewiesen werden. Ausgehend von dieser Definition können neue Punkte berechnet oder vorhandene transformiert werden. Die Trassenelemente können von zahlreichen anderen Vermessungs- und Trassierungsprogrammen (CARD1, Verm.esn, etc.) direkt importiert und auch exportiert werden.
Als Erweiterung zum Trassenmodul können aus vorhandenen topografischen Daten (DGM o.ä.) Quer- und Längsprofile erzeugt, verwaltet und mit variablen Layouts ausgegeben werden. Die Auswahl der Stationen für die Querprofilgenerierung kann manuell oder bezogen auf eine Trasse in regelmäßigen Intervallen erfolgen. Des Weiteren ist ein grafischer Soll-Ist-Vergleich mit Regelprofilen, bzw. dem Gradientenverlauf der Trasse möglich.
Unabhängig von der Herkunft der Daten (Soll- / Ist-Querprofile, Digitales Geländemodell) kann der Anwender für die REBkonforme Mengenermittlung zwischen der Berechnung aus Querprofilen (Elling) oder Prismen (Dreiecksvermaschung) wählen.
Das Modul Deformationsanalyse bietet umfangreiche Funktionalitäten zur Ausgabe und Analyse von Deformations- und geotechnischen Messungen an künstlichen und natürlichen Objekten. Die Ausgabe erfolgt grafisch oder tabellarisch. Das Layout kann der Anwender nach seinen Vorstellungen hinsichtlich Position und Form der Elemente (Texte, Grafiken und Diagramme) gestalten.
Für die speziellen Anforderungen im Tunnelbau wird dem Anwender als Erweiterung zum Trassenmodul eine Vielzahl von Berechnungs-, Verwaltungs- und Ausgabemöglichkeiten zur Verfügung gestellt (Messung und Auswertung von Profilkontrollen, Erstellung und Verwaltung von Blockfugenverzeichnissen und Berechnung von Laser-/Sehnenabstichen).
Für die Ausgleichung von Lage-, Höhen-, und 3D-Netzen steht ein effizientes und intuitiv bedienbares Ausgleichungsmodul zur Verfügung. Der Anwender hat die Wahl zwischen freier, dynamischer und fester Ausgleichung. Die Ergebnisse werden als Netzkonfiguration mit den zugehörigen Fehlerellipsen (Netzplan) grafisch dargestellt und in übersichtlichen Listen protokolliert.
Mit diesem Modul können Nivellementslinien oder zusammenhängende Nivellementszüge ausgewertet werden. Ausgewertet werden Ingenieur- und Feinnivellements unter Berücksichtigung der Temperaturkorrektion und der Kalibrierdaten der Nivellierlatten.
Die Berechnung von Polygonzügen kann für beidseitig angeschlossene, eingehängte, freie oder Ringpolygonzüge erfolgen. Der Verlauf des Polygonzuges kann manuell oder grafisch eingegeben bzw. aus den vorhandenen Messdaten automatisch ermittelt werden. Bei der Berechnung entscheidet der Anwender zwischen verschiedenen zur Fehlerverteilung.
Zur Transformation von Koordinaten zwischen verschiedenen Bezugssystemen stehen dem Anwender zwei Varianten zur Verfügung. Neben der Datumstransformation über definierte Referenz- ellipsoide können alternativ 3- bis 6-Parameter-Transformationen (mit oder ohne Restfehlerverteilung) über geeignete Passpunkte berechnet werden.
Das GNSS-Modul dient zur Steuerung von allen gängigen GNSSEmpfängern im DGNSS, RTK, Statik und Stop&Go Modus. GART-2000® future führt die optimale Initialisierung der GNSS-Empfänger für den klassischen Base-Rover Betrieb oder die Kommunikation mit einem Referenzdienst durch. Hierbei werden sowohl GSM-Modems als auch Korrekturdaten über das Internet (NTRIP) unterstützt. GART-2000® future transformiert die Messwerte im Feld in Echtzeit in das Anwenderkoordinatensystem. Mit dem neuen Trans-It Modul ist dies sogar überall optimiert und zentimetergenau ohne das zeitraubende Aufsuchen von Passpunkten möglich.
Mit der Sensorsteuerung für Tachymeter ist die Datenerfassung im Feld mit allen gängigen Modellen bzw. Herstellern möglich. Die Messfunktionen unterstützen Messungen von direkten und exzentrischen Zielen, Satzmessungen, Absteckungen sowie die direkte Kontrolle der Messwerte bei der Aufnahme. Die resultierenden Koordinaten können nahtlos für alle weiteren Berechnungsfunktionen verwendet werden.
Für GART-2000® future stehen neben den Standard ESRI-Formaten (Geodatabase, Shape und Coverage) zahlreiche Schnittstellen wie z. B. NAS, EDBS, DXF, DWG, DGN, KAFKA, BETAN/NEPTAN, VERM.ESN, CARD/1, GRIPS, KOF, GT etc. zur Verfügung. Bitmaps können systemabhängig eingepasst werden. Der Kartenhintergrund dient zur einfachen Orientierung im Felde, des weiteren ist auch eine Digitalisierung von Punkten und Linien aus der Grafik möglich.
Für den Einsatz in der Katastervermessung gibt es spezielle Länderversionen. Die Länderversionen berücksichtigen die länderspezifischen Anforderungen bezüglich Punktnummernverwaltung, Berechnungsvorschriften und Protokollierung.
Neben der Standard-Benutzeroberfläche in deutscher Sprache ist eine Sprachversion in englisch verfügbar. Weitere Sprachversionen sind auf Anfrage kurzfristig realisierbar. Es sind Lokalisierungen für alle europäischen und US-amerikanischen Abbildungen sowie Schnittstellen zu Geoidmodellen verfügbar.
Als weiterer Beitrag zur Qualitätssicherung ermöglicht die optionale Projektverwaltung eine zentrale, projektübergreifende Verwaltung von Grundeinstellungen (Codetabellen, Berechnungsparameter) und die Verknüpfung von Projekten (z. B. zur gemeinsamen Nutzung von Festpunkten, Trassen, etc.). Mit der darauf aufbauenden Benutzerverwaltung kann der Zugriff auf Projektdaten und Funktionen geregelt werden (Rollenkonzept).