„Ich sage immer: Ich bin eigentlich der Angestellte des HPs SitePrints. Ich schaue, ob die Düse sauber ist, tausche den Akku und ansonsten läuft er.“ Wenn Florian Schafhäutl von roomanddesign über seine Arbeit spricht, wird schnell klar, dass es hier nicht um ein weiteres Werkzeug geht. Der HP SitePrint Markierroboter übernimmt einen wesentlichen Teil der Arbeit selbstständig und verändert damit die Abläufe auf der Baustelle grundlegend.
Roomanddesign kommt ursprünglich aus der Planung. Das Unternehmen aus Augsburg hat langjährige Erfahrung in Innenarchitektur und Aufmaß. Der Schritt zum HP SitePrint war zunächst als Ergänzung gedacht. Heute ist daraus ein eigenständiges Geschäftsfeld geworden.
„Früher haben wir mal ein paar Punkte abgesteckt. Heute sind es Großprojekte und komplette Layouts. Der HP SitePrint ist für uns ein Türöffner.“

Vom Einstieg zur tatsächlichen Auslastung
Die ursprüngliche Erwartung war überschaubar. Rund 2.000 Quadratmeter pro Monat sollten mit der digitalen Baustellenmarkierung durch den HP SitePrint erreicht werden.
Die Entwicklung verlief deutlich dynamischer. Bereits wenige Monate nach dem Start wurde in einem Projekt eine Fläche von rund 24.000 Quadratmetern innerhalb eines Monats markiert. Insgesamt summiert sich die Leistung inzwischen auf über 48.000 Quadratmeter Druckfläche. „Wir hatten nach kurzer Zeit die Monatsleistung erreicht, die wir uns eigentlich als Jahresleistung vorgestellt hatten.“
Diese Zahlen zeigen, dass der HP SitePrint nicht nur eingesetzt wird, sondern aktiv nachgefragt wird. Für Dienstleister entsteht daraus ein skalierbares Geschäftsfeld rund um automatisierte Absteckung und digitale Baustellenmarkierung.
Krankenhausbau und Industrie als zentrale Einsatzfelder
Die Projekte verteilen sich heute klar auf zwei Schwerpunkte. Im Krankenhausbau liegt der Fokus auf den Trockenbau. Hier werden mit dem HP SitePrint nicht nur Wandverläufe aufgebracht. Roomanddesign überträgt zusätzlich Türgrößen, Öffnungsrichtungen sowie detaillierte Angaben zu Wandaufbauten direkt auf die Fläche. Dazu gehören je nach Anforderung Brandschutz, Schallschutz oder spezielle technische Vorgaben. „Die Informationen sind direkt da, wo sie gebraucht werden. Das spart Rückfragen und sorgt dafür, dass jeder weiß, was zu tun ist.“

Gerade in Projekten mit vielen gleichartigen Räumen und klar definierten Anforderungen entsteht dadurch eine durchgängige Arbeitsbasis für alle Gewerke. Für Bauleiter bedeutet das weniger Abstimmung auf der Baustelle. Gewerke können schneller starten, weil die Grundlage eindeutig ist.
Parallel dazu hat sich der industrielle Bereich stark entwickelt. Roomanddesign arbeitet in Produktionsumgebungen, bei Automobilzulieferern und in Anlagenprojekten. Die Bandbreite reicht von klassischen Produktionshallen bis hin zu hochspezialisierten Fertigungsbereichen.
„Vom Automobilzulieferer bis zum Hypercar Hersteller haben wir Produktionslinien mit dem HP SitePrint abgedruckt.“
Für die Zukunft sieht Schafhäutl hier den größten Hebel. „Ich sehe das größte Potenzial im Bereich Industrie, bei Förderanlagen, Produktionsanlagen und im Maschinenbau.“
Wenn der HP SitePrint zum Mittelpunkt der Baustelle wird

„Das Beeindruckendste ist das Feedback zum Markierroboter von den Leuten vor Ort. Die kommen zu uns, machen Videos und wollen wissen, wie das funktioniert.“ Der HP SitePrint wird sichtbar. Die Leistung ist nicht abstrakt, sondern direkt erlebbar. Für Auftraggeber und Gewerke wird nachvollziehbar, was auf der Fläche passiert. Dieses Interesse zeigt, dass sich Arbeitsweisen auf der Baustelle verändern und neue Technologien akzeptiert werden.
Autonome Markierung verändert die Arbeitsweise
Der eigentliche Unterschied liegt in der Art, wie gearbeitet wird. Der HP SitePrint übernimmt die Markierung eigenständig. Der Bediener richtet ein, startet und begleitet den Prozess. „Ich stelle die Station auf, starte den Druck und dann läuft das. Zwischendrin kümmere ich mich um den Akku oder bereite die nächste Position vor.“
Damit verschiebt sich die Rolle vom Ausführenden hin zum Prozessverantwortlichen. Körperlich aufwendige, wiederkehrende Tätigkeiten entfallen. Gleichzeitig bleibt die Kontrolle über das Ergebnis erhalten. Um die Leistung weiter zu steigern, hat roomandresign die Abläufe angepasst. Durch optimierte Prozesse und den parallelen Einsatz mehrerer Leica Robotik Stationen konnte die Tagesleistung deutlich gesteigert werden.

Präzision als entscheidender Vorteil
Zeitersparnis ist ein klarer Effekt. In der Praxis zeigt sich jedoch ein weiterer Punkt als besonders relevant.„Die Maßhaltigkeit ist für unsere Kunden der größte Vorteil. Fehler werden deutlich weniger.“Gerade im Vergleich zur manuellen Absteckung wird der Unterschied sichtbar.
„Mit zwei Mann braucht der Trockenbauer fünf bis sechs Tage für das Aufreißen. Wir sind mit dem HP SitePrint bei der gleichen Fläche in etwa einem Tag fertig.“
Wichtiger als die reine Geschwindigkeit ist die Qualität der Grundlage für nachfolgende Arbeiten.
„Alles, was danach gebaut wird, liegt innerhalb der Toleranz.“
Damit reduziert sich das Risiko von Nacharbeiten deutlich. Für Auftraggeber bedeutet das weniger Stress, weniger Stillstand und weniger Diskussion auf der Baustelle. Das entlastet Bauleitung und ausführende Gewerke gleichermaßen.
Auch aus Sicht der ALLSAT zeigt sich, dass genau dieser Punkt für viele Unternehmen entscheidend ist. Die Reduzierung von Fehlerkosten und Nacharbeiten gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Vom Werkzeug zum eigenständigen Geschäftsbereich

Der Einsatz des HP SitePrint hat die Ausrichtung von roomandresign verändert. Was ursprünglich als Ergänzung gedacht war, wird heute aktiv vermarktet. Der Fokus liegt klar auf der Baustellenmarkierung als eigenständige Dienstleistung. Innenarchitektur spielt zunehmend eine untergeordnete Rolle.
Parallel dazu wird bereits der nächste Schritt geplant. Die Anschaffung eines weiteren HP SitePrint Markierroboters steht im Raum, um größere Projekte parallel umsetzen zu können und die steigende Nachfrage abzudecken.
Zusammenarbeit mit der ALLSAT
„Ich bin mit dem Team absolut zufrieden. Man wird gut supportet.“ Neben der technischen Einführung spielt die laufende Betreuung eine zentrale Rolle. Dazu gehören Beratung, Unterstützung im Alltag und die Vermittlung von Projekten. „Wenn ich überlege, wie viele Projekte über Empfehlungen der ALLSAT gekommen sind, dann ist das ein großer Teil von dem, was wir heute machen.“
Für Dienstleister, die in dieses Geschäft einsteigen, ist genau dieser Aspekt entscheidend.
Autonome Markierung etabliert sich im Markt
„Man merkt, dass sich das Thema immer weiter rumspricht.“ Was vor zwei Jahren aus einem technischen Interesse auf der INTERGEO begonnen hat, ist heute ein fester Bestandteil des Unternehmens. Der HP SitePrint ist nicht mehr Ergänzung, sondern Grundlage für neue Projekte und neue Geschäftsmöglichkeiten.
Vielen Dank an Florian Schafhäutl von roomanddesign für die Einblicke in die Praxis.



