Präzision beginnt vor der ersten Messung

Wenn Messergebnisse nicht den Erwartungen entsprechen, muss die Ursache schnell gefunden werden. Gerade unter Zeitdruck auf der Baustelle können schon kleine Abweichungen bei der Systemkonfiguration eine große Wirkung haben. Der technische Support für Vermessungstechnik bei ALLSAT kennt diese Situationen aus der täglichen Praxis. Leandro Bätge zeigt, worauf es bei Leica GNSS-Systemen, Totalstationen, Laserscannern und digitalen Bauwerkzeugen ankommt und wie gute Vorbereitung dazu beiträgt, Messaufgaben von Beginn an sicher und effizient umzusetzen.

Leandro Bätge beim technischen Support für Leica Vermessungstechnik

Genau solche Situationen gehören für Leandro Bätge zum Alltag. Als technischer Supportmitarbeiter der ALLSAT GmbH begleitet er Anwender bei Fragen rund um Leica GNSS-Systeme, Totalstationen, Laserscanner sowie Leica iCON iCS20 und Leica iCON iCS50. Er richtet neue Systeme ein, führt Einweisungen und Schulungen durch, unterstützt bei Vorführungen und hilft Kunden, wenn auf der Baustelle schnelle Lösungen gefragt sind.

„Viele vermutete Gerätefehler sind am Ende gar keine Gerätefehler. Oft reicht ein kurzer Blick auf die Einstellungen und der Kunde kann direkt weiterarbeiten.“

Diese Erfahrung zieht sich wie ein roter Faden durch den Supportalltag. Moderne Vermessungstechnik arbeitet heute äußerst zuverlässig. Häufig sind es kleine Details, die über präzise Messergebnisse entscheiden.

Ein klassisches Beispiel ist die Lotstabhöhe. Wird der Lotstab auf zwei Meter ausgezogen, im Controller sind jedoch noch 1,80 Meter hinterlegt, entsteht automatisch eine Höhenabweichung von 20 Zentimetern. Das Messsystem arbeitet dabei vollkommen korrekt. Die Ursache liegt ausschließlich in einer vergessenen Einstellung. Ähnlich verhält es sich mit einem falschen Koordinatensystem, einem nicht aktivierten Geoidmodell oder fehlenden Korrekturdaten. Auch eine nicht angeschlossene Mobilfunkantenne oder fehlerhafte Zugangsdaten führen immer wieder zu Supportanfragen, lassen sich jedoch meist innerhalb weniger Minuten beheben.

Leandro Bätge mit HP SitePrint und Leica Vermessungstechnik

„Gerade wenn auf der Baustelle Zeitdruck herrscht, werden solche Kleinigkeiten schnell übersehen“, erklärt Leandro Bätge. „Deshalb prüfen wir zuerst die einfachen Dinge. Oft liegt genau dort bereits die Lösung.“

Moderne Leica-Systeme unterstützen Anwender heute dabei, viele dieser Fehler bereits im Vorfeld zu vermeiden. Der Leica AP20 AutoPole übernimmt beispielsweise automatisch die Lotstabhöhe. Die KI-gestützte Zielerkennung der Leica TS20 hilft bei der Auswahl des richtigen Prismas. GNSS-Systeme warnen, wenn die gewünschte Genauigkeit noch nicht erreicht wurde. Die Technik denkt heute an vieles mit. Erfahrung bleibt dennoch unverzichtbar.

Technischer Support für Vermessungstechnik: Erfahrung erkennt, was Technik nicht zeigen kann

Das zeigt sich auch beim Laserscanning. Einer der häufigsten Gründe für Probleme bei der Registrierung ist keine fehlerhafte Software, sondern eine zu geringe Überlappung zwischen den einzelnen Scanpositionen. Besonders beim Wechsel zwischen zwei Räumen wird dieser Punkt häufig unterschätzt. Ein zusätzlicher Scan im Bereich der Türzarge schafft oft genau die gemeinsame Geometrie, die später für eine saubere Registrierung der Punktwolken benötigt wird.

Auch bei der Leica iCON iCS20 und iCS50 entscheidet häufig die Vorbereitung über den späteren Erfolg. Die Software ermöglicht einen schnellen Einstieg und ist bewusst einfach aufgebaut. Gleichzeitig kommt es auf einen stabilen Aufbau an. Ein geeignetes Stativ verhindert Mikrovibrationen, die sich auf die Messung auswirken können. Ebenso sollten die Markierungen am Messstab für die automatische Höhenerkennung jederzeit vollständig sichtbar bleiben.

Guter Support beginnt lange vor dem ersten Anruf

Leandro Bätge und Kai Zimmermann mit  Leica Vermessungstechnik

Für Leandro Bätge ist technischer Support für Vermessungstechnik deshalb deutlich mehr als das Beantworten von Fragen am Telefon. Bereits bevor ein neues System ausgeliefert wird, wird es vollständig eingerichtet, aktualisiert und geprüft. Firmware, Software, Lizenzen und sämtliche Funktionen werden kontrolliert. Ziel ist, dass Kunden ihre Vermessungslösung nach der Auslieferung sofort produktiv einsetzen können.

Ebenso wichtig sind Einweisungen und Schulungen. Sie vermitteln nicht nur die Grundlagen, sondern helfen auch dabei, Funktionen kennenzulernen, die im Arbeitsalltag Zeit sparen oder Abläufe vereinfachen. Besonders praxisnah sind Schulungen direkt auf der Baustelle oder am konkreten Projekt. Dort entstehen die Fragen, die später im täglichen Einsatz wirklich entscheidend sind.

„Oft kennt in einem Unternehmen nur eine Person alle Funktionen eines Systems. Verlässt sie das Unternehmen, geht auch viel Wissen verloren. Deshalb empfehlen wir, mehrere Mitarbeitende einzuarbeiten und regelmäßig zu schulen.“

Auch Softwareupdates spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie bringen neue Funktionen, verbessern bestehende Arbeitsabläufe und beheben bekannte Fehler. Wer seine Systeme aktuell hält, profitiert langfristig von einer höheren Stabilität und den neuesten Entwicklungen.

Aus Erfahrung wird Vertrauen

Eine Botschaft ist Leandro Bätge besonders wichtig: „Es gibt keine dummen Fragen. Fast jeder macht einmal einen Flüchtigkeitsfehler. Wer sich unsicher ist, sollte lieber einmal mehr anrufen. Oft reicht ein kurzer Blick auf die Einstellungen und wenige Minuten später kann die Arbeit ganz normal weitergehen.“

Genau darin zeigt sich, was guten Support ausmacht. Nicht möglichst viele Probleme zu lösen, sondern Anwender dabei zu unterstützen, Fehler gar nicht erst entstehen zu lassen.

Denn Präzision beginnt vor der ersten Messung. Sie entsteht dort, wo moderne Technik auf Erfahrung, Wissen und persönliche Unterstützung trifft.

Sie haben eine konkrete Frage zu Ihrem Messsystem oder möchten eine Schulung vereinbaren? Wenden Sie sich direkt an unser Supportteam.


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Leandro Bätge

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